Das Erbe der Narren
2003, ein Theaterjahr ohne (und doch mit) Ende: Der anspruchsvolle Fünfakter stellt hohe Anforderungen an Regie, Bühnentechnik und Schauspieler.
Regisseur Josef Poschenreithner arbeitet das Stück mit viel Liebe zum Detail durch, und so kann nach langer Probenarbeit dem Publikum ein spannendes Endzeitszenario präsentiert werden. Aufsehen erregt auch die Dekoration der Bühne und der Umgebung: ein kulinarischer Schlosspark mit lebenden Statuen, ein Weinkeller und eine Ahnengalerie lassen die Besucher mit allen Sinnen schwelgen. Unsere Gäste genießen das Ambiente beim Austausch über die Thematik des Dargebotenen.
Kommentare
Zehn äußerst unterschiedliche Menschen, von einem geheimnisvollen Erblasser in ein Schloss geladen, sollen ihr Erbe antreten… doch durch ihr eigenes Misstrauen, Dummheit und Hass wirkt die Welt dieser Menschen zerstört und ausgebrannt. Ein Stück, doch etwas theatralisch und moralisch, denn bei uns herrscht doch sicher Vernunft, um Misstrauen, Dummheit und Hass zu überwinden. Kurz gesagt – Was ihr auf der Bühne habt gesehen, das kann in unserer Welt auf keinen Fall geschehen…oder doch???
Es war für uns Laien, sei es bei Schauspiel, Regie, Bühnenbau, Licht oder Ton, nicht einfach, dieses große Stück auf die Bühne zu bringen, aber ein durchwegs überraschtes und begeistertes Publikum dankte uns unseren Einsatz an Kreativität und Begeisterung am gemeinsamen Spiel.
Josef Poschenreithner, Regie
Die Rolle der Gräfin Alexandra war eine große Herausforderung für mich, sowohl als Schauspielerin wie als meine eigene Kostümbildnerin. Daneben habe ich mich auch für unsere Bühne eingesetzt, die erstmals mit einem Vorhang ausgestattet wurde. Weil die neu gebaute Lichtanlage auch wo befestigt werden musste, "engagierte" ich kurz entschlossen meinen Vater, der als Techniker mit Hilfe von Josef Strasser, Johann Gasseleder und Erwin Fischl eine selbst stehende Traverse entwarf und produzierte. Nochmals danke an alle, die dieses Projekt möglich gemacht haben!
Sonja Schachenhofer, Akteurin
